Mädchen in Kolumbien

Welt-Mädchentag

Die Rechte der Frauen beginnen bereits bei den Mädchen. Deshalb setzt sich Plan International dafür ein, dass Mädchen weltweit alle Voraussetzungen erhalten, starke und freie Frauen zu werden. Jedes Jahr am 11. Oktober, am Weltmädchentag, macht Plan International auf die Anliegen von Mädchen und die Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind, aufmerksam. Mädchen sollen die gleichen Möglichkeiten erhalten wie Buben.

Warum benötigen wir einen Welt-Mädchentag?

Es gibt einen Welt-Kindertag, es gibt einen Welt-Frauentag. Warum braucht es den Welt-Mädchentag? Die Antwort ist einfach: Trotz aller Fortschritte beachtet die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen konfrontiert sind, viel zu wenig. Zum Beispiel gehen weltweit rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Barrieren wie Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie daran, selbstbestimmt zu leben.

Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest, dass Mädchen und Jungen dieselben Rechte haben. Allerdings haben sie immer noch nicht dieselben Chancen: Im Verhältnis werden Mädchen häufiger diskriminiert und an ihrer freien, selbstbestimmten Entfaltung gehindert. 

Der Welt-Mädchentag rückt diese Probleme und die Bedürfnisse von Mädchen in den Vordergrund. So wird auf internationaler Ebene ein Anstoss gegeben, die Situation von Mädchen zu verbessern.

Was wollen wir mit dem Weltmädchentag erreichen?

Mädchen sollen die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben wie Jungen. Dabei fordern wir folgende Massnahmen:

  • gezielte Förderung von Mädchen und jungen Frauen durch Bildung
  • Bekämpfung der Zwangsehe
  • Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen
  • konsequente Umsetzung von Anti-Diskriminierungsgesetzen
  • keine Toleranz für Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen im Namen von Tradition oder Kultur
  • Berufsbildung und Kompetenzentwicklung für junge Frauen 

Die Geschichte des Welt-Mädchentags

Damit die internationale Staatengemeinschaft Mädchen mehr Aufmerksamkeit beimisst, forderte Plan International die Einberufung eines eigenen internationalen Aktionstages für Mädchen. Im Dezember 2011 ernannten die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum „International Day of the Girl Child“ (Welt-Mädchentag). Dies war ein Meilenstein auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung. Seitdem weisen jährlich zum Welt-Mädchentag zahlreiche Aktionen auf die Schwierigkeiten und Anliegen von Mädchen hin.

Gleichberechtigung und Rollenbilder

Ein wichtiger Aspekt der Gleichberechtigung von Mädchen, auch in der Schweiz, sind wenige oder gar fehlende weibliche Vorbilder, sei es im Beruf, in Filmen oder Medien. Der neue Bericht #RewriteHerStory von Plan International zeigt auf, dass bei keinem der 56 erfolgreichsten Filme vom Jahr 2018 eine Frau Regie geführt hat. Diese Zahl ist bedenklich und hat einen enormen Einfluss darauf, welches Frauenbild vermittelt wird und wie sich Mädchen und junge Frauen selber sehen.

Vorbilder und Mentoren, die Mädchen und junge Frauen von der Kindheit bis ins Berufsleben ermutigen und begleiten, können einen grossen Unterschied machen. Plan Schweiz CEO Suba Umathevan spricht aus eigener Erfahrung: «Meine Mutter war ein grosses Vorbild für mich. Sie hat immer gearbeitet und ihre Kraft investiert, um Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen, was als Flüchtlingsfrau nicht so einfach ist. Mit ihrem beispielhaften Antrieb wusste ich, dass ich jede Gelegenheit ergreifen musste.» Mit dem diesjährigen Welt-Mädchentag starten wir die Kampagne «Girl to Woman». In der Zeit bis zum Weltfrauentag, dem 8. März, planen wir verschiedene Aktionen und Geschichten darüber, wie sich Mädchen zu starken Frauen entwickeln. 

Mädchen unterstützen

Unterstützen Sie unseren Mädchenfonds und helfen Sie Mädchen weltweit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.