Nothilfe für Kolumbien
Am 10. August 2026 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Department Chocó. Das Beben war in weiten Teilen des Landes deutlich zu spüren.
Nach ersten Erkenntnissen kamen mehr als 170 Menschen ums Leben, mehrere tausend wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt oder zerstört und viele Gemeinden mussten evakuiert werden. Das vollständige Ausmass der Schäden ist noch nicht absehbar.
Plan International arbeitet in den betroffenen Regionen Chocó und Valle del Cauca und prüft derzeit die Auswirkungen des Erdbebens sowie den konkreten Hilfsbedarf vor Ort. Im Fokus möglicher Nothilfemassnahmen stehen unter anderem Notunterkünfte, sauberes Wasser und Lebensmittel sowie der Schutz von Kindern. Auch psychosoziale Unterstützung und Bildungsangebote können Kindern und ihren Familien in der Krise helfen.
Stand: 11. August 2026
- Mehr als 170 Menschen kamen nach ersten Erkenntnissen ums Leben, mehrere tausend wurden verletzt. Landesweit sind mehr als 1500 Wohnhäuser beschädigt oder eingestürzt.
- Wichtige Infrastruktur ist betroffen. Dutzende Schulen und Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt. Viele Strassen und sechs Flughäfen sind teilweise gesperrt.
- Das Erdbeben war in 16 Departements zu spüren. Neben Chocó gehören Valle del Cauca, Caldas und Risaralda zu den besonders betroffenen Regionen. Nach dem Hauptbeben kam es zu weiteren Nachbeben.
- Aktuell bewerten wir die Lage vor Ort in Kolumbien und unsere Teams bereiten erste Hilfsmassnahmen vor.