Nothilfe für Kolumbien
Am 10. August 2026 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Department Chocó. Das Beben war in weiten Teilen des Landes deutlich zu spüren.
Nach neusten Erkenntnissen kamen mehr als 270 Menschen ums Leben, rund 4000 wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt oder zerstört und viele Gemeinden mussten evakuiert werden. Das vollständige Ausmass der Schäden ist noch nicht absehbar.
Plan International arbeitet in den betroffenen Regionen Chocó und Valle del Cauca und prüft derzeit die Auswirkungen des Erdbebens sowie den konkreten Hilfsbedarf vor Ort. Im Fokus möglicher Nothilfemassnahmen stehen unter anderem Notunterkünfte, sauberes Wasser und Lebensmittel sowie der Schutz von Kindern. Auch psychosoziale Unterstützung und Bildungsangebote können Kindern und ihren Familien in der Krise helfen.
Stand: 13. August 2026
- Mehr als 270 Menschen kamen nach ersten Erkenntnissen ums Leben, mehrere tausend wurden verletzt. Landesweit sind mehr als 87 000 Wohnhäuser beschädigt oder eingestürzt.
- Wichtige Infrastruktur ist betroffen. Mehr als 2000 Schulen und über 200 Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt. Viele Strassen und sechs Flughäfen sind teilweise gesperrt.
- Das Erdbeben war in 14 Departements zu spüren. Neben Chocó gehören Valle del Cauca, Caldas und Risaralda zu den besonders betroffenen Regionen. Nach dem Hauptbeben kam es zu weiteren Nachbeben.
- Aktuell bewerten wir die Lage vor Ort in Kolumbien und unsere Teams bereiten erste Hilfsmassnahmen vor.