Ihre Patenschaft in Togo ermöglicht den Kinder vor Ort den Zugang zu Bildung.
Ihre Patenschaft in Togo ermöglicht den Kinder vor Ort den Zugang zu Bildung. © Plan/Sigrid Spinnox

Patenschaften und Spenden für Kinder in Togo

Togo zählt zu den ärmsten Ländern weltweit, hat große wirtschaftliche Probleme und ist in hohem Maße von ausländischen Mitteln abhängig: Etwa 80 Prozent der öffentlichen Ausgaben sind fremdfinanziert. Wir von Plan International möchten dazu beitragen, dass sich die Armut im Land verringert und Kinder sich sicher und gesund entwickeln können. Fördern auch Sie die Entwicklung von Kindern in Togo mit Ihrer Spende.

Ein Überblick

Patenschaften und Spenden für Kinder in Togo
Republik Togo
Kinderpatenschaft Togo
Es ist ist wichtig, berufliche Perspektiven zu schaffen.

Togo liegt in Westafrika und grenzt im Westen an Ghana, im Norden an Burkina Faso sowie östlich an Benin. Das schmale Land gehört zu den kleinsten Ländern Afrikas und erstreckt sich vom Atlantischen Ozean aus nach Norden, wo es in die südlichen Ausläufer der Sahelzone reicht.

Während das bergige Landesinnere zum Teil bewaldet ist, herrscht in den niederen Lagen Savannenlandschaft vor. Togo weist eine große ethnische Vielfalt auf und ist landwirtschaftlich geprägt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unter achtzehn Jahren alt.

Nach der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahre 1960 etablierte sich in Togo schon bald eine Militärdiktatur, der Eyadéma Gnassingbé 37 Jahre lang als Staatschef vorstand.

Zur Situation heute

Togo zählt zu den ärmsten Ländern weltweit, hat große wirtschaftliche Probleme und ist in hohem Maße von ausländischen Mitteln abhängig: Etwa 80 Prozent der öffentlichen Ausgaben sind fremdfinanziert. In den vergangenen Jahren hat sich das Land innenpolitisch stabilisiert und strebt Reformen an.

Dies hat dazu geführt, dass internationale finanzielle Hilfen wieder aufgenommen wurden, die zuvor aus Protest gegen das Militärregime ausgesetzt worden waren. Die letzten Präsidentschaftswahlen im Jahre 2015 bestätigten Präsident Faure Gnassingbé, Sohn des verstorbenen Ex-Präsidenten Eyadéma Gnassingbé, für eine dritte Amtszeit von fünf Jahren in seinem Amt.

Das Kinderhilfswerk in Togo

Plan ist seit 1988 in Togo tätig. Im Jahr 2015 erreichte Plan mit seiner Arbeit das Umfeld von über 24.000 Patenkindern und ihren Familien. Das Kinderhilfswerk konzentriert seine Arbeit auf Kinder und ihre Familien aus den ärmsten, überwiegend ländlichen Gebieten des Landes.

Arbeitsansatz von Plan

Der Arbeitsansatz von Plan, die kindorientierte Gemeindeentwicklung, beruht auf den Grundrechten von Kindern: das Recht auf Leben, Entwicklung, Mitwirkung und Schutz. Kindorientierte Gemeindeentwicklung bedeutet mit und für Kinder arbeiten. Mädchen und Jungen, Jugendliche, ihre Familien und Gemeinden sind an der Planung und Durchführung von Programmen und Projekten beteiligt, um ihre eigene Entwicklung voranzubringen. Die Gemeinde trägt Verantwortung für die Programme, damit deren Nachhaltigkeit gesichert wird, auch nachdem Plan die Arbeit in diesem Gebiet beendet hat.

Von zentraler Bedeutung ist es daher, überholte Denkweisen zu ändern und die Kompetenzen von Gemeindemitgliedern zu stärken, damit sie sich mit den Herausforderungen ihrer Gemeinden aktiv auseinandersetzen können. Dies trägt dazu bei, strukturelle Kinderarmut zu beseitigen.

Da der Staat eine wichtige Rolle bei der Umsetzung und Einhaltung der Kinderrechte spielt, arbeitet Plan in Togo auch mit Regierungsstellen zusammen und unterstützt sie darin, ihre Verpflichtung gegenüber den Gemeindemitgliedern wahrzunehmen und vorhandene Gesetze und Vorgaben umzusetzen. Gleichzeitig informiert Plan die Menschen in den Gemeinden über ihre Rechte und bestärkt sie darin, diese einzufordern. Das Kinderhilfswerk setzt sich besonders für ausgegrenzte und benachteiligte Kinder ein, damit sie ihre Rechte wahrnehmen und den Kreislauf von Diskriminierung, gesellschaftlicher Nichtteilhabe und Kinderarmut durchbrechen können.

Herausforderung: Schlechte wirtschaftliche Situation der Familien

In den Gebieten, in denen Plan arbeitet, leben bis zu 85 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Die meisten Familien betreiben Landwirtschaft, doch die Produktivität ist gering und die Erträge reichen nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Die traditionellen landwirtschaftlichen Methoden sind wenig ergiebig und die Felder liegen außerhalb der Saison lange Zeit brach.

Notwendige Investitionen können kaum getätigt werden, da finanzielle Dienstleistungen vor allem in ländlichen Regionen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen. Jungen Menschen bieten sich wenig Perspektiven. Es mangelt sowohl an Arbeits- als auch an Bildungsmöglichkeiten. Viele verlassen daher ihre Heimat oder sind genötigt, gesundheitsschädliche und gefährliche Arbeiten zu verrichten.

Plan-Programm: „Wirtschaftliche Sicherheit“

Das Programm sieht vor, die Familien darin zu stärken, ihre landwirtschaftliche Produktivität zu erhöhen, sodass sie sich ausreichend versorgen und Überschüsse verkaufen können. Das Kinderhilfswerk unterstützt sie dabei, Viehbestände aufzustocken, Feldfrüchte zu kultivieren, die außerhalb der Saison gedeihen, oder Produkte anzubauen, die sich besonders gut für den Verkauf eignen.

Plan erweitert in Kooperation mit lokalen Organisationen den Zugang zu finanziellen Dienstleistungen, von denen besonders Frauen, Jugendliche und benachteiligte Familien profitieren. Gemeindemitglieder schließen sich zu Spargruppen zusammen und können über Mikrokredite in Kleinstunternehmen investieren, um ihr Einkommen zu steigern. Plan unterstützt Jugendliche dabei, ihre Kompetenzen auszubilden sowie berufliche Perspektiven zu entwickeln und umzusetzen. Auf Lobbyebene setzt sich Plan bei Regierungsstellen dafür ein, die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen zu fördern.

Herausforderung: Schlechte Gesundheitsbedingungen für Kinder und Mütter

Obwohl die Kindersterblichkeitsrate in den letzten Jahrzehnten gesunken ist, sterben immer noch zu viele Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr. Die häufigste Todesursache ist Malaria. Etwa 20 Prozent der togolesischen Kinder sind chronisch mangelernähert, was sie anfällig für Krankheiten macht. Unter Jugendlichen steigt die Zahl der Infektionen sexuell übertragbarer Krankheiten.

Obwohl die Rate der HIV-Neuinfektionen insgesamt rückläufig ist, bleibt die Ansteckungsgefahr vor allem für Frauen hoch. Zwei Drittel der Bevölkerung leben mittlerweile in der näheren Umgebung einer Gesundheitsstation und nutzen zunehmend die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung.

Doch häufig ist die Ausstattung der Stationen mit medizinischem Gerät und Medikamenten unzureichend. Es mangelt außerdem an gut geschultem Personal. Viele Familien verfügen nicht über sanitäre Anlagen und besonders in ländlichen Regionen fehlt häufig der Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Plan-Programm: „Gesunder Start ins Leben“

Plan stärkt das lokale Gesundheitswesen in ländlichen und besonders abgelegenen Gebieten, um die medizinische Versorgung von Müttern und Kindern zu verbessern. Dabei legt Plan besonderen Wert darauf, Malaria und Kinderkrankheiten vorzubeugen und zu behandeln. Schwangere können sich vorgeburtlich untersuchen lassen und unter medizinischer Aufsicht entbinden.

Das Kinderhilfswerk führt seine erfolgreichen Maßnahmen zur Verhinderung einer Mutter-Kind-Übertragung von HIV fort und klärt Kinder und Jugendliche über HIV/ Aids auf. Damit die Familien in der Lage sind, die Kosten für medizinische Untersuchungen und Behandlungen zu tragen, unterstützt Plan zusammen mit lokalen Partnern den Aufbau eines gemeindebasierten Krankenversicherungswesens. Dieses erfolgreiche Konzept wird inzwischen auch auf Regionen außerhalb der Plan-Programmgebiete übertragen.

Das Programm „Community Led Total Sanitation“ sieht vor, die Wasser- und Sanitärversorgung in den Gemeinden weiter zu verbessern und Hygieneschulungen durchzuführen. Ziel ist es, das Defäkieren im Freien zu beenden und alle Haushalte mit Latrinen auszustatten. Die Gemeindemitglieder sind in die Gesundheits- und Hygieneprogramme von Plan aktiv eingebunden und übernehmen so die Verantwortung sowohl für die Umsetzung wie auch insgesamt für die Verbesserung ihres Lebensumfeldes.

Herausforderung: Fehlende frühkindliche Förderung und Bildung

Etwa 90 Prozent der Kinder in Togo besuchen die Grundschule. Doch viele brechen ihre Schulausbildung vorzeitig wieder ab oder müssen Klassenstufen wiederholen. Mädchen und Kinder aus armen Familien sowie Kinder mit Behinderungen sind besonders benachteiligt. Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung existieren kaum. Weniger als 30 Prozent der Mädchen besuchen eine weiterführende Schule. Insgesamt ist die Bildungsqualität an den Schulen schlecht und es mangelt an gut ausgebildeten Lehrkräften.

Durch die Abschaffung der Schulgebühren hat sich die schwierige finanzielle Situation vieler Schulen weiter verschärft, da nun weniger Mittel zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sind sich viele Eltern der großen Bedeutung nicht bewusst, die Bildung für ihre Kinder hat. Häufig müssen bereits Kleinkinder bei der Ernte oder im Haushalt helfen.

Plan-Programm: „Das Recht auf Bildung“

Plan verbessert im Rahmen dieses Programms die Lehr-und Lernbedingungen an Vor- und Grundschulen. Dazu bietet das Kinderhilfswerk Fortbildungen für Lehrkräfte an, baut und renoviert Schulgebäude und stellt Lehrmaterial bereit. Plan richtet für die Schulen kindgerechte Spiel- und Sportplätze ein und baut Latrinen, die nach Geschlechtern getrennt sind.

Plan setzt sich für eine verbesserte Wasserversorgung, Hygieneschulungen und regelmäßige Entwurmungskuren an Schulen ein und führt Aufklärungskampagnen zu sexuell übertragbaren Krankheiten durch. Für besonders benachteiligte Kinder, die keinerlei Zugang zu Bildungseinrichtungen haben, werden Alphabethisierungskurse und Trainings zur beruflichen Qualifizierung angeboten. Im Rahmen seiner Lobbyarbeit engagiert sich Plan für eine Ausweitung der Bildungsangebote für Kinder mit Behinderung und für eine qualitative Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten, insbesondere für Mädchen.

Herausforderung: Mangelnder Kindesschutz und gesellschaftliche Teilhabe

Knapp ein Drittel der Kinder in ländlichen Gebieten wird nach der Geburt nicht in ein Geburtenregister eingetragen. Mädchen sind besonders gefährdet, Opfer von illegalem Menschenhandel zu werden. Körperliche Züchtigung als Mittel zur Erziehung, auch bei sehr kleinen Kindern, ist in Togo weit verbreitet.

Etwa ein Drittel aller Mädchen wird verheiratet, bevor sie das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, und knapp dreißig Prozent aller Kinder arbeiten bereits in jungen Jahren im Haushalt, auf dem Feld oder gehen einer anderen gering bezahlten Tätigkeit nach. Kinder und Jugendliche haben traditionell kaum Mitspracherecht und sind wenig in die Entscheidungsprozesse innerhalb der Familie und Gemeinde eingebunden.

Plan-Programm: „Kinder schützen und ihre Beteiligung fördern“

In Aufklärungskampagnen engagiert sich Plan gegen Missbrauch und Diskriminierung von Kindern in der Familie, Schule, Gemeinde und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Eltern, Kinder und Gemeindemitglieder werden über Kinderrechte informiert und für die Auswirkungen von Gewalt sensibilisiert, damit sie sich gegen die verschiedenen Formen von Gewalt einsetzen. Das Kinderhilfswerk klärt über illegalen Menschenhandel auf und setzt sich dafür ein, dass besonders benachteiligte Kinder, wie Waisen, sozial integriert werden.

Ein wichtiges Anliegen ist es, alle Kinder in ein Geburtenregister einzutragen. Kinder und Jugendliche organisieren sich in Gruppen und lernen, etwa über Medienprojekte, sich aktiv für ihre Interessen und Rechte einzusetzen und sich in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einzubringen. Außerdem arbeitet Plan daran, dass Kindesschutz und Beteiligung von Kindern im Rahmen der nationalen Gesetzgebung berücksichtigt und umgesetzt werden.

Herausforderung: Naturkatastrophen

Togo ist regelmäßig von Dürren und Überflutungen betroffen, aber auch von schweren Stürmen. Die fortscheitende Abholzung begünstigt Erosionen und führt bei starkem Regen zu Überschwemmungen. Zudem siedeln immer mehr Familien auch in tiefer gelegenen und sumpfigen Gebieten, wo das Risiko von Überschwemmungen entsprechend höher ist. Kinder leiden besonders unter den Folgen von Katastrophen.

Plan-Programm: „Kindzentrierte Katastrophenvorsorge und -hilfe“

Plan unterstützt Gemeinden darin, Risiken zu analysieren, Vorsorgepläne zu erstellen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um auf mögliche Katastrophenfälle vorbereitet zu sein. Dabei sind Kinder und Jugendliche aktiv beteiligt. Die besondere Schutzbedürftigkeit der Kinder wird in den Vordergrund gestellt. Im akuten Katastrophenfall leistet Plan Soforthilfe und fokussiert besonders darauf, dass Kinder weiterhin Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen haben und ihr Schutz gewährleistet bleibt. Das Kinderhilfswerk hilft Familien, die von Katastrophen betroffen sind, so schnell wie möglich wieder ein geregeltes Leben zu führen.

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