Nothilfe für Sudan
Der seit über zwei Jahren andauernde Konflikt im Sudan hat zu einer katastrophalen Krise geführt, die das Leben von Kindern zerstört.Die Kinder im Sudan erleben derzeit die grösste und verheerendste humanitäre Krise der Welt. Gemeinsam können wir Leben retten.
Zu unseren derzeitigen Prioritäten gehören:
- Nahrung und Wasser: Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Lebensmitteln
- Hygiene und Gesundheit: Versorgung mit Hygieneartikeln und Medikamenten
- Schutz von Kindern: Schutz vor Missbrauch, psychologische Betreuung, Einrichtung von Kinderschutzzonen und kinderfreundlichen Räumen
- Bildung: Ermöglichung von Bildung, z.B. durch die Einrichtung von temporären Lernzentren in Camps für Geflüchtete
Im April 2023 eskalierte in Sudan der Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Seitdem herrscht ein brutaler Krieg, der zahlreiche zivile Opfer fordert. Mehr als 10 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht oder suchen Schutz in benachbarten Ländern wie Äthiopien, Tschad oder Südsudan. Flüchtlingscamps sind überfüllt und es fehlt den Menschen an allem. Zudem droht eine grosse Hungersnot: Laut der Initiative IPC (Integrated Food Security Phase Classification) sind bereits mehr als 24,6 Millionen Menschen von einer akuten Hungerkrise betroffen. Besonders für Kinder ist die Situation lebensbedrohlich. Im September 2024 meldete die UN, dass allein in den vergangenen fünf Monaten 1200 Kinder in Flüchtlingscamps gestorben sind. Gründe seien vor allem Mangelernährung und Masern-Infektionen (Quelle: Tagesschau). Seither hat sich die Lage weiter verschlechtert. Internationale Hilfe wird dringend benötigt. (Stand: Oktober 2025)
Wir dürfen die Kinder des Sudan nicht vergessen
Die Gesamtzahl der Menschen, die infolge des Konflikts aus ihrer Heimat vertrieben wurden, beläuft sich auf 12,6 Millionen, davon sind 8,6 Millionen Binnenvertriebene im Sudan (53 % davon sind Kinder unter 18 Jahren) und 3,7 Millionen sind in andere Länder geflohen.
Der Sudan gehört mittlerweile zu den vier Ländern weltweit mit der höchsten Prävalenz akuter Unterernährung und hat die höchsten Unterernährungsraten in Ostafrika.
Fast zwei Drittel der sudanesischen Bevölkerung – mehr als 30 Millionen Menschen – benötigten im Jahr 2025 humanitäre Hilfe. Davon sind 16 Millionen Kinder.
Lebensrettende Hilfe für Kinder und junge Frauen
Plan International ist zutiefst besorgt um die Sicherheit von Mädchen, jungen Frauen und unbegleiteten Kindern, die zunehmend geschlechtsspezifischer Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch und Menschenhandel ausgesetzt sind.
Die Zahl der Menschen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht sind, hat sich seit Beginn des Konflikts verdreifacht und betrifft mittlerweile über 12 Millionen Menschen. Der Bedarf an psychosozialer Unterstützung für Überlebende ist enorm.
Wir sind sowohl im Sudan als auch in den Nachbarländern tätig, darunter Tschad, Zentralafrikanische Republik, Südsudan, Ägypten und Äthiopien.
Mit Ihrer Spende können wir noch mehr Kinder und Jugendliche mit Lebensmitteln, Wasser, Notfallartikeln, medizinischer Versorgung, Bildung, Schutzdiensten und psychosozialer Unterstützung erreichen.
Der Hunger nimmt zu
Der Hunger nimmt während der Erntezeit zu, was auf eine Beeinträchtigung des Zugangs zu Nahrungsmitteln aufgrund des anhaltenden Konflikts und der begrenzten Versorgung hindeutet. Die Preise für Grundgüter wie Treibstoff, Grundnahrungsmittel und Wasser sind in einigen Teilen des Sudan infolge des Konflikts um 60 Prozent oder mehr gestiegen.
Ohne sofortigen, ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe besteht die Gefahr, dass sich die Hungersnot verschärft, insbesondere für Frauen und Kinder.
Der Zugang für humanitäre Hilfe ist eine Herausforderung – Unsicherheit, schlechte Verkehrsanbindung und eingeschränkter Zugang haben die Möglichkeiten, Gemeinden zu erreichen und humanitäre Hilfe zu leisten, eingeschränkt. Oft ist es auch schwierig, Genehmigungen für die Einreise und die Arbeit im Sudan zu erhalten, was die Hilfsmassnahmen zusätzlich erschwert.
Trotzdem arbeitet Plan International Sudan unermüdlich daran, Kinder und ihre Familien zu erreichen.