Vier Mädchen in der Schule

Häufige Fragen zu Ihrer Patenschaft

Eine Patenschaft zu übernehmen, bedeutet weit mehr, als Geld zu überweisen. Sie bietet neben der wirtschaftlichen Hilfe für die Gemeinde des Patenkindes die Möglichkeit, eine Verbindung zwischen verschiedenen Kulturen zu schaffen. Das gegenseitige Briefeschreiben zeigt dem Patenkind, seiner Familie und Gemeinde, dass sich die Pat*innen für ihr Leben interessieren. Mit dem persönlichen Kontakt zum Patenkind wird die Hilfe, die Plan International leistet, für Pat*innen sichtbar und nachprüfbar. 
Die regelmässigen Zuwendungen der Pat*innen sind eine zuverlässige finanzielle Basis für unsere Arbeit. Sie helfen, Entwicklungsprogramme langfristig zu planen und erfolgreich umzusetzen. Mit den Patenschaftsbeiträgen werden nachhaltige Projekte zur Selbsthilfe finanziert, von denen alle Menschen in der Gemeinde des Patenkindes profitieren. Das schafft Vertrauen und stärkt die Gemeinschaft. 

Jede Person, die im Sinne der Kinderschutzrechte handelt, kann eine Plan Patenschaft übernehmen. Zusätzlich ermöglichen wir auch Unternehmen die Übernahme von Patenschaften.

Plan International Schweiz ist in Afrika, Asien und Lateinamerika aktiv und vermittelt derzeit Kinderpatenschaften in Ägypten, Äthiopien, Bangladesch, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Ecuador, EI Salvador, Ghana, Indonesien, Kambodscha, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Mali, Nepal, Peru, Philippinen, Ruanda, Senegal, Tansania, Togo, Uganda und Vietnam.

Sie können wählen, ob Ihr Patenkind ein Mädchen oder Junge ist, und aus welchem Land es stammen soll. Ihr Patenkind kommt aus einer bedürftigen Familie in einer der Plan-Partnergemeinden. Das Patenkind wird nicht von Plan International bestimmt, sondern von der Dorfgemeinschaft selber.

Ja, Ihre Kinderpatenschaft können Sie jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen, indem Sie uns Bescheid geben. Das Patenkind und seine Familie werden auch weiterhin von Plan-Projekten profitieren, solange es in einem Gebiet lebt, in dem Plan International tätig ist.

Mit nur 45 Franken pro Monat, also 1.50 Franken pro Tag, werden die Lebensumstände vor Ort nachhaltig verbessert. Ihren Patenschaftsbeitrag können Sie bei Ihrer Steuererklärung geltend machen.

Sie können die Patenschaft per Dauerauftrag oder mit Einzahlungsscheinen bezahlen. Wir empfehlen Ihnen, einen Dauerauftrag einzurichten. Damit helfen Sie uns, die Administrationskosten tief zu halten.

Sie gehen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein und können die Patenschaft jederzeit schriftlich oder telefonisch beenden.

Mit einer Patenschaft verbessern Sie dauerhaft das gesamte Lebensumfeld Ihres Patenkindes. Denn die Hilfe einer Patenschaft bezieht auch die Familie und die Gemeinde Ihres Patenkindes mit ein. So helfen Sie mit Ihrer Patenschaft gleich dreifach! Realisiert werden die Selbsthilfe-Projekte durch einheimische Mitarbeitende zusammen mit der ganzen Gemeinde des Kindes auf den Gebieten Bildung und Ausbildung, Gesundheit, Einkommenssicherung, Wasser, Hygiene und Umwelt, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern sowie Katastrophenvorsorge und humanitäre Hilfe.

Ja, Sie können eine Patenschaft auch verschenken, zum Beispiel zu Weihnachten, zum Geburtstag, zur Hochzeit oder Geburt. Als schenkende Person übernehmen Sie dann die Patenschaftsbeiträge, und die von Ihnen beschenkte Person wird von uns als Pat*in geführt und erhält die späteren Informationen.

Sie erhalten am Anfang:
•    das Bild Ihres Patenkindes
•    die Beschreibung seiner Lebenssituation
•    Informationen zu dem Land
•    Ihre persönliche Patenmappe mit allen wichtigen und interessanten Informationen
Weiter erhalten Sie jährlich:
•    Neuigkeiten zur Lebenssituation Ihres Patenkindes
•    Informationen über Entwicklungen und Projekte im Lebensumfeld des Kindes
•    Zweimal pro Jahr unser Patenmagazin „Plan Info“
•    automatisch bis Februar des Folgejahres eine Spendenbescheinigung für Ihre Steuererklärung

Mit keiner anderen Spendenform als einer Kinderpatenschaft erleben Sie so konkret, wie und wo Ihre Hilfe wirkt. Denn Ihre Hilfe bekommt ein Gesicht. So informieren wir Sie regelmässig über Ihr Patenkind. Sie können eine Brieffreundschaft mit Ihrem Patenkind aufbauen und es sogar besuchen.

Die persönliche Beziehung zwischen Pat*in und Patenkind ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Die Kinder treten als Botschafter*innen ihrer Region auf. Das Interesse der Pat*innen an dem Leben der Kinder fördert die Wertschätzung der Mädchen und Jungen und dadurch ihr Selbstbewusstsein. Besonders für Mädchen, die oft benachteiligt werden, ist das wichtig. Zudem kann die Patenschaft den Einblick in eine andere Kultur und Lebensgewohnheiten ermöglichen. Der Austausch baut eine Brücke zwischen den Pat*innen und den Menschen in der Gemeinde – über religiöse, politische und kulturelle Grenzen hinweg.

Sie können ganz einfach über das Online-Formular auf unserer Internetseite eine E-Mail an Ihr Patenkind schreiben. Dafür loggen Sie sich bitte zuerst in unserem Service-Portal Mein Plan ein - mit Ihrer Patennummer und indem Sie sich ein Passwort an Ihre bei uns hinterlegte E-Mail-Adresse schicken lassen.

Nachdem Sie bei Mein Plan eingeloggt sind, haben Sie nach einem Klick auf „E-Mail schreiben“ die Möglichkeit, Nachrichten und zwei angehängte Fotos an Ihr Patenkind zu schicken.

Die Patenkinder sind neugierig und freuen sich immer über Post von ihren Pat*innen. Schreiben Sie gern über sich, Ihre Familie und Freunde in der Schweiz. Beispielsweise gibt es nicht überall vier so unterschiedliche Jahreszeiten. Ganz besonders freuen sich Kinder über Fotos. So kann sich Ihr Patenkind ein besseres Bild von Ihnen und Ihrem Leben machen. Zu viele Fragen überfordern Kinder eher, daher hier unser Rat: Beschränken Sie sich in den Briefen auf ein bis zwei kindgerechte Fragen.

 

Politische und religiöse Themen sind generell heikel. Kulturelle Tabus können verletzt werden, ohne dass dies beabsichtigt wird. Post mit entsprechendem Inhalt leiten wir daher grundsätzlich nicht an die Patenkinder weiter.

Durchschnittlich dauert es bis zu 3 Monate, bis Ihre Post beim Patenkind ankommt. Nach der Übergabe lässt Plan den Kindern ein wenig Zeit, um einen Antwortbrief zu verfassen. Der Brief des Patenkindes benötigt dann wieder bis zu 3 Monate, bis er bei Ihnen eintrifft. Bitte haben Sie daher etwas Geduld.

Melden Sie sich gern in unserem Patenportal Mein Plan an - dort gibt es die Möglichkeit, eine Email zu schreiben. So können wir Ihre Nachricht an das Patenkind per E-Mail weiterleiten, und der Weg zum Patenkind ist dadurch deutlich schneller.

 

Den Patenkindern steht es frei, jederzeit zu schreiben oder etwas zu malen. Vielen Kindern fällt es aber zu Beginn der Patenschaft schwer, selbstständig Briefe zu schreiben. In Ländern, in denen das schriftliche Kommunizieren fremd ist, braucht dies viel Unterstützung und Geduld von seiten der Familien und freiwilligen Mitarbeitenden von Plan vor Ort. Auf Ihre Briefe sollte es aber auf jeden Fall eine Antwort geben. Wenn Sie über Mein Plan eine E-Mail schreiben, werden Sie auch die Antwort Ihres Patenkindes per E-Mail erhalten.

Plan International engagiert sich für einen Austausch zwischen Pat*innen und Patenkindern. Besuche sind aufgrund von Covid-19 frühestens ab 2021 wieder möglich und können für beide Seiten bereichernd sein. Ein Besuch erfordert ein wenig Vorbereitung: Bitte melden Sie sich mindestens zwei Monate vor Ihrem geplanten Besuch bei uns an mit dem Besuchsformular, das Sie bei uns im voraus beziehen können. Sie erhalten dann nach unserer Bestätigung einen Besucherleitfaden mit vielen wichtigen Informationen zu dem Land und dem Ablauf eines Besuches. Wir empfehlen Ihnen, sich auch selber über das Land Ihres Patenkindes, das Sie besuchen möchten, im Vorfeld zu informieren. Sie organisieren die Reise in die Region Ihres Patenkindes, und Plan organisiert den Besuch bei Ihrem Patenkind mit seiner Familie in der Gemeinde vor Ort. Gerne helfen wir Ihnen weiter, wenn Sie Fragen zur Vorbereitung Ihrer Reise haben.

 

 

Die Patenschaft läuft längstens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Patenkindes. Manchmal muss eine Patenschaft auch vorher von uns aus beendet werden, beispielsweise wenn die Familie des Patenkindes dauerhaft aus dem Projektgebiet fortzieht und somit nicht mehr an den Projekten beteiligt ist. 

Alle Kinder werden gleich behandelt. Das Spendengeld fliesst direkt in Projekte, von denen die ganze Dorfgemeinschaft profitiert. Die Kinder sind Botschafter für ihr Dorf. Zudem weisen wir immer offen darauf hin, dass die Patenschaftsbeiträge nicht an einzelne Kinder überwiesen werden, sondern in Projekte in der Gemeinschaft des Patenkindes fliessen. Alle Kinder stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Die Plan-Mitarbeitenden vor Ort stammen fast ausnahmslos aus dem jeweiligen Projektgebiet und werden auch dort rekrutiert. Plan International Schweiz vermittelt deshalb keine freiwilligen Projekt-Einsätze. Sie können sich aber gerne einer Aktionsgruppe von Plan International in der Schweiz anschliessen: Hier treffen sich Patinnen und Paten, um sich auszutauschen und sich für benachteiligte Kinder stark zu machen.

Erst 1979 einigte sich die UN auf die Konvention gegen Diskriminierung von Frauen. Die im Jahre 1989 beschlossene UN-Kinderrechtskonvention spricht sich eindeutig für die Gleichstellung der Geschlechter aus. Trotzdem stehen Mädchen in vielen Ländern dieser Welt immer noch im Hintergrund. Plan verfolgt das Ziel, Mädchen und Jungen in den Programmländern den gleichen Zugang zu Gesundheit und Bildung zu ermöglichen.
In den Projektgebieten verfügen die Menschen meist nur über sehr begrenzte Mittel. Diese werden eher für die Jungen als für die Mädchen einer Familie verwendet. Im Krankheitsfall erhalten Jungen eher eine ärztliche Versorgung, Jungen haben meist Zugang zu den besseren Nahrungsmitteln und die Familien bevorzugen Jungen in der Schulausbildung, vor allem wenn Schulgebühren zu zahlen sind. Diese Benachteiligung ist nicht auf die Familienebene beschränkt. Mädchen werden von den Lehrkräften oft weniger gefördert als Jungen, und in der öffentlichen Meinung wird dem Schulbesuch von Mädchen und Jungen nicht die gleiche Bedeutung beigemessen.
Jungen und Mädchen werden bei Plan deshalb gleichermassen gefördert, jedoch unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Benachteiligungen. Wir setzen uns dafür ein, dass Mädchen und Jungen gleiche Rechte und Chancen erhalten. Selbst bei spezifischen Benachteiligungen von Mädchen, wie der Abtreibung weiblicher Föten, arbeitet Plan ebenfalls eng mit Jungen und Männern zusammen, da sie eine wichtige Rolle für die Lösung dieser Kinderrechtsverletzung spielen.